Dach-PV schwächelt, Solar-Eigenverbrauch und Erneuerbare boomen

Der Bundesverband Solarwirtschaft beklagt, dass in diesem Jahr 28 Prozent weniger neue PV-Dachanlagen errichtet wurden. Gleichzeitig verkündet das Statistische Bundesamt einen neuen Rekord beim Anteil der Erneuerbaren. Vom Fraunhofer ISE Institut wiederum kommt die frohe Kunde, dass der Eigenverbrauchsanteil bei PV-Strom stark angestiegen ist.

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Zu wenig Nachfrage nach Dach-PV – wenn, dann aber mit Speicher

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V., (BSW) der seit über 40 Jahren die Interessen der Solarbranche vertritt, beklagt die schleppende Nachfrage im Bereich der privaten Dach-Photovoltaik, und beruft sich dabei auf die Novemberdaten der Bundesnetzagentur. Laut BSW wurden 2025 ganze „28 Prozent weniger Solarstromanlagen im Eigenheimsegment errichtet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum“.

Gleichzeitig konstatiert der Verband aber, dass sich deren Gesamtzahl seit Anfang 2020 um den Faktor 2,5 vervielfacht habe: von 1,7 auf nunmehr 4,1 Millionen. Auch beim Ausbau privater Speicher-Kapazitäten sowie der Verbindung mit Wärmepumpen und E-Mobilität gibt es Fortschritte: Wie der BSW in seiner Pressemeldung mitteilte, ergab eine Umfrage unter Solar-Installationsbetrieben „dass bereits heute 8 von 10 der neu installierten PV-Dachanlagen im Heimsegment in Kombination mit einem Batteriespeicher installiert werden“. Des weiteren gäbe es bei „4 von 10 PV-Dachinstallationen im Heimsegment die Kombination mit einer Wärmepumpe oder einem Elektrofahrzeug“.

Eigenverbrauch beim Solarstrom: Neue Messmethode zeigt Anstieg

Seine am 4. Dezember veröffentlichte Presse-Information beginnt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE mit einer spannenden Statistik, die alle neueren Solar-Interessierten überraschen dürfte: „Zum Jahr 2009 nutzten deutsche PV-Anlagenbesitzerinnen und -besitzer ihren selbst erzeugten Strom kaum selbst, da die Vergütung für die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik höher war als der Preis für den Strombezug aus dem Netz.“

Laut Fraunhofer Institut steigt der „wirtschaftlich motivierte Eigenverbrauch von Solarstrom in Deutschland stark an“ seit Netzstrom teurer ist als die Einspeisevergütung bringt. Nun wollen Wissenschaftler des Instituts für Solare Energiesysteme eine neuartige Methode ersonnen haben, um „auf Basis von Daten des Marktstammdatenregisters und der Übertragungsnetzbetreiber“ zu bestimmen, wie viel PV-Eigenverbrauch es in Deutschland gibt. Die Fraunhofer-Zahlen hielten auch Einzug in die neueste Analyse des Umweltbundesamtes zur Erneuerbare-Energien-Statistik.

Tobias Reuther, Datenexperte für die Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien am Fraunhofer ISE kommentiert die Zahlen so: „Nach eher moderaten Steigungen von 0,25 Terrawattstunden (TWh) im Jahr 2012 auf 3,55 TWh im Jahr 2020 erreichte der Eigenverbrauch im Jahr 2022 5,57 TWh. Für das Betriebsjahr 2023 ergab sich bereits ein Eigenverbrauch von 8,20 TWh. Im Jahr 2024 lag der Eigenverbrauch nun bei 12,28 TWh. Bei einer Netzeinspeisung von knapp 60 TWh hat der Eigenverbrauch im Jahr 2024 einen Anteil von 17 Prozent an der Nettostromerzeugung aus Photovoltaik.“

Stromerzeugung Erneuerbare Energien Statistisches Bundesamt
Das Statistische Bundesamt hat die deutsche Stromerzeugung im dritten Quartal 2025 mit der des Vorjahreszeitraums verglichen. (Bild: Destatis)

Deutscher Energie-Mix: Photovoltaik auf einem starken 2. Platz

In einer Pressemitteilung vom 8. Dezember hat das Statistische Bundesamt neue Zahlen rund um die Stromerzeugung in Deutschland veröffentlicht. Laut Destatis wurden „im 3. Quartal 2025 in Deutschland 98,3 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist“, das entspricht einem Anstieg von zwei Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 2024.

Die Stromerzeugung teilt sich folgendermaßen auf:

  • die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien selbst stieg um 3,0 Prozent
  • der Anteil am gesamten Strommix beträgt nun 64,1 Prozent, das ist ein neuer Höchststand
  • im 3. Quartal 2024 lag dieser Anteil noch bei 63,5 Prozent
  • die Stromerzeugung aus Windkraft stieg um 10,5 Prozent
  • damit ist Windkraft mit einem Anteil von 26,8 Prozent wichtigster Energieträger der inländischen Stromerzeugung
  • die Stromerzeugung aus Photovoltaik legte um 3,2 Prozent zu
  • damit ist die Photovoltaik mit einem Anteil von 24,1 Prozent der zweitwichtigste Energieträger der inländischen Stromerzeugung

Laut Destatis ist vor allem „der Ausbau von Windrädern und Photovoltaik-Anlagen“ verantwortlich für neuen Rekord bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen.

Auch zum nach Deutschland importierten Strom liefert das Bundesamt gute Zahlen: Die nach Deutschland importierte Strommenge sank im 3. Quartal – und zwar um 12 Prozent (im Vergleich zum Vorjahr) auf 20,7 Milliarden Kilowattstunden. Aufgrund einer Stromexport-Steigerung um 6 Prozent auf 12,5 Milliarden Kilowattstunden ergibt sich ein deutlich geringes Export-Defizit. Der Importüberschuss reduzierte sich um 30,3 Prozent und betrug nur noch rund 8 Milliarden kWh.