Umweltminister Schneider: Erneuerbare Energien sind Sicherheitsenergien

PV Insider fasst zusammen, was Bundesumweltminister Schneider unlängst zu den Themen erneuerbare Energien, Stromwende und Netzausbau verlauten ließ. Er verspricht einen Kurs pro Energiewende, fordert eine Mindestvergütung und hält die Erneuerbaren für besonders relevant in geopolitisch unsicheren Zeiten.

Platz #1
Duo Flachdach - Kleines Kraftwerk
Testnote1,4Sehr gut

Kleines Kraftwerk

Duo Flachdach

Dieser Artikel enthält Affiliate-AngeboteMehr erfahrenZum Angebot

KleinesKraftwerk.de

PRO

  • stabile Halterung
  • schnelle Montage
  • sehr gute deutsche Anleitung

CONTRA

  • WLAN-Verbindung teils instabil
  • Aktuell 1-2 Wochen Lieferzeit
Platz #2
Flat (900+) - Yuma
Testnote1,6Gut

Yuma

Flat (900+)

Dieser Artikel enthält Affiliate-AngeboteMehr erfahrenZum Angebot

Yuma.de

PRO

  • sehr guter Stromertrag
  • transparenter Shop
  • sehr gute Kommunikation

CONTRA

  • WLAN-Verbindung teils instabil
  • Halterung recht wacklig
Platz #3
onBasic Flachdach - Solakon
Testnote1,6Gut

Solakon

onBasic Flachdach

Dieser Artikel enthält Affiliate-AngeboteMehr erfahrenZum Angebot

Solakon.de

PRO

  • sehr gute App
  • schnelle WLAN-Anmeldung
  • hoher Stromertrag

CONTRA

  • Halterung eher wackelig
  • Versandkosten kommen auf den Preis
Platz #4
Garten/Boden Kit - EcoFlow Stream
Testnote2,4Gut

EcoFlow Stream

Garten/Boden Kit

Dieser Artikel enthält Affiliate-AngeboteMehr erfahrenZum Angebot

EcoFlow.de

PRO

  • App-Anmeldung in Sekunden erledigt
  • hochwertiger Wechselrichter

CONTRA

  • Solarmodule nicht bifazial
  • Halterung flach und unflexibel

Im Rahmen einer Tagung seines Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) hat Bundesumweltminister Schneider eine umfangreiche Rede zu den Themen „Erneuerbare Energien, Stromwende und Netzausbau – Voraussetzungen für Klimaschutz und sozial-ökologische Modernisierung“ gehalten. Er sieht die erneuerbaren Energien als „Sicherheitsenergien“ und kündigt an: „Deutschland hält Kurs beim Klimaschutz und bei der Energiewende.“

80 Milliarden im Jahr für fossile Importe

Minister Schneider sprach im ersten Teil seiner Rede den Sicherheitsaspekt der erneuerbaren Energieträger an – sie steigern „unsere Resilienz und Souveränität in geopolitisch unsicheren Zeiten.“

Deutschland zahle derzeit über 80 Milliarden Euro pro Jahr für den Import fossiler Energieträger, so der SPD-Minister. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump seien die Gasimporte aus den USA um rund 60 Prozent gestiegen. „96 Prozent unseres LNG kommen von dort! Das ist zu einseitig“, kritisierte der Minister. Seine Forderung: „Investieren wir das Geld lieber in die Energiewende, in Wertschöpfung und in Arbeitsplätze in Deutschland.“

Einen weiteren großen Vorteil sieht er in der „regionalen Wertschöpfung und bei den Arbeitsplätzen“. Denn…

„…erneuerbare Energien und Elektrifizierung sind weltweite Megatrends“

Besonders die Photovoltaik entwickele sich hier besonders dynamisch. Die Produktionskosten bei Solarstrom seien von 43 Cent im Jahr 2010 auf jetzt unter fünf Cent gesunken – „ein Rückgang um den Faktor zehn!“ Umweltminister Carsten Schneider weiter: „Windräder und Solarpanels müssen geplant, installiert und gewartet werden. Das schafft qualifizierte Arbeitsplätze und bringt Wertschöpfung in die Regionen.“

Beim Ausbau der Freiflächen-PV sieht Schneider ebenfalls Handlungsbedarf: „Diese lassen sich sehr schnell und unkompliziert bauen, aber der Netzausbau kann mit diesem Tempo oft nicht mithalten.“ Deshalb soll in diesem Bereich ein Steuerungsinstrument geschaffen werden, damit PV-Anlagen vor allem in Regionen ohne Netzengpässe gebaut werden.

Große Potenziale im Photovoltaik-Sektor sieht der Minister bei:

  • Agri-PV für zusätzliche Wertschöpfung im ländlichen Raum
  • Moor-PV um Wiedervernässungen mit wirtschaftlichen Anreizen zu unterstützen
  • der Energiewende als gesamtgesellschaftliches Projekt – hier hätten die über eine Million installierte Balkonkraftwerke gezeigt, dass „die Menschen mitmachen wollen“

EEG-Novelle 2026, PV- und Wind-Zubau stärken

Für 2026 kündigte Schneider wichtige Gesetzesvorhaben an, darunter die EEG-Novelle. Die Ausschreibungsmengen für Wind- und Solarenergie sollen auf unverändert hohem Niveau über das Jahr 2028 hinaus fortgesetzt werden. „Ich werde darauf achten, dass es keine Verlangsamung im Ausbautempo gibt. Eher brauchen wir mehr Geschwindigkeit“ verspricht Schneider.

Als wichtigen Faktor für ein „sicheres und flexibles“ Energie-System nannte Schneider die stark gesunkenen Preise für Batteriespeicher: „Strom ist dank dieser Batterierevolution kostengünstig speicherbar geworden! Batterien können wetterbedingte Schwankungen ausgleichen und teure Backup-Kraftwerke ersetzen.“

Auch das jüngst gestartete E-Auto-Förderprogramm oder die stark steigenden Zahlen an verbauten Wärmepumpen sprach Schneider in seiner Rede als zentrale Punkte der Energiewende natürlich an.

In der Pressekonferenz anlässlich der Tagung – die hier auf der Webseite des Ministeriums in voller Länge einsehbar ist – erwähnte Schneider auch das Thema der PV-Vergütung an, das bekanntlich in aller Munde ist, seit das Förderinstrument von Wirtschaftsministerin Reiche öffentlich angezählt wurde. Schneider betonte dass er in guten Gesprächen mit Katharina Reiche sei und sprach sich gleichzeitig dafür aus, dass eine Mindestvergütung erhalten bleiben müsse.