Breites Bündnis warnt vor Kürzungen bei Photovoltaik-Förderung

Zahlreiche Verbände fordern die Bundesregierung auf, die bewährte Einspeisevergütung für Solaranlagen beizubehalten – ohne die richtigen Signale könnte sich der Photovoltaik-Zubau im Eigenheimsegment sonst halbieren.

Platz #1
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Testnote1,4Sehr gut

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Platz #2
Flat (900+) - Yuma
Testnote1,6Gut

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Platz #3
onBasic Flachdach - Solakon
Testnote1,6Gut

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Solakon.de

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Platz #4
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Die Branche gegen Reiches Pläne

Ein breites Bündnis aus Wirtschafts-, Branchen- und Verbraucherverbänden hat sich in einem gemeinsamen Aufruf gegen drohende Einschnitte bei der Förderung von Photovoltaikanlagen ausgesprochen. Der Hintergrund: Im vergangenen August hatte Wirtschaftsministerin Reiche behauptet, dass sich „neue, kleine PV-Anlagen schon heute im Markt rechnen und keiner Förderung bedürften“. Seitdem herrscht große Verunsicherung in der Solarbranche, PV Insider berichtete.

Die 13 Organisationen, die den Appell unterzeichnet haben, warnen davor, dass geplante Kürzungen den Solarausbau massiv bremsen und die Energiewende gefährden könnten. Unterzeichnet haben das Dokument – das hier im Original einzusehen ist – unter anderem der Bundesverband Solarwirtschaft, der Bundesverband der Verbraucherzentralen, das Bündnis Bürgerenergie, der Bundesverband Der Mittelstand sowie Verbände der Wohnungswirtschaft, des Elektrohandwerks und der Erneuerbaren-Energien-Branche.

Solarstrom als Preisbremse etabliert

Die Verbände betonen die zentrale Bedeutung der Photovoltaik für eine bezahlbare Energieversorgung. Dank stark gesunkener Produktionskosten wirke Solarstrom mittlerweile als Preisdämpfer am Strommarkt; besonders Hausbesitzer und Mieter profitierten vom weiteren Ausbau der Technologie.

Zudem gewinne die Solarenergie zunehmend an Bedeutung für die Verkehrs- und Wärmewende: Die meisten neuen Anlagen würden bereits regelmäßig mit Batteriespeichern, Elektrofahrzeugen oder Wärmepumpen kombiniert. Dabei sinke der Förderbedarf kontinuierlich – auf jede geförderte Kilowattstunde kommen laut dem Appell inzwischen etwa zwei Kilowattstunden, die direkt vor Ort genutzt werden.

Umfrage Solarausbau Deutschland 2025
Klares Meinungsbild: 4 von 5 befragten Deutschen sprechen sich dafür aus, den Ausbau der Solarenergie beizubehalten oder sogar zu beschleunigen. Mit 93 Prozent sind die Zustimmungswerte bei Grünen-Wählern am höchsten, doch auch die Unterstützer der aktuellen, schwarz-roten Bundesregierung sprechen sich zu über 85 Prozent dafür aus. (Bild: BSW Solar)

Zudem gab der Bundesverband der deutschen Solarwirtschaft eine repräsentative Bevölkerungsumfrage (18+) beim Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov in Auftrag: Dort wurden 2.355 erwachsene Bürger im Oktober 2025 befragt. Rund acht von zehn der Befragten gaben an, dass die aktuelle Bundesregierung den Ausbau der Solarenergie beschleunigen oder auf aktuellem Niveau weiterführen solle.

PV-Einbruch bei Eigenheimen befürchtet

Ohne attraktive Förderung droht der Photovoltaik-Zubau im Eigenheimbereich um mehr als die Hälfte einzubrechen – das hätten dem Branchenappell zufolge übereinstimmende Erhebungen aus dem Handwerk und bei Immobilieneigentümern ergeben. Bei Mehrfamilienhäusern würde die Installation neuer Anlagen weiterhin auf zu geringem Niveau verharren.

Das Bündnis hebt hervor, dass man „das Ziel eines systemdienlichen und kosteneffizienten Solarenergie-Ausbaus teile“ und dass mit dem Solarspitzengesetz Anfang 2025 bereits wichtige Weichenstellungen erfolgt seien.

Drei zentrale Forderungen

Die Verbände richten drei konkrete Forderungen an die Politik:

  • EE-Ausbauziele beibehalten
    Die Unterzeichner drängen auf einen schnellen Ausbau bei den erneuerbaren Energien – dieser sei „unverzichtbar für das kosteneffiziente Erreichen der Klimaziele“. Sie verweisen außerdem auf den Monitoringbericht zur Energiewende des Bundeswirtschaftsministeriums, der das bestätigt habe.
  • Förderrahmen: Nachjustieren statt Einschnitte
    An dieser Stelle verweist der Appell auf die bereits erfolgten Maßnahmen und die bereits rückläufigen Fördersätze, betont aber, dass „die EEG-Förderung für die überwiegende Zahl neuer PV-Kunden ein notwendiges Absicherungsinstrument“ bleibt.
  • Voraussetzungen für systemdienlichen Solarausbau schaffen
    Damit auch kleinere Solaranlagen künftig „stärker auf Marktsignale reagieren“ können, müssen dafür die nötigen „technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden“. Natürlich meint der Appell an dieser Stelle vor allem den immer noch viel zu langsam vorankommenden Smart-Meter-Rollout.

Weiterführende Informationen zum gemeinschaftlichen Appell findest du auch in der Pressemitteilung des Bundesverbands Solarwirtschaft.