Anker hat im Rahmen der IFA 2026 die Solarbank Max vorgestellt. Der neue Speicher beginnt bei 7 kWh Kapazität, verarbeitet bis zu 10 kWp Solarleistung und kann bei fachgerechter Installation bis zu 4.600 Watt ins Hausnetz abgeben. Mit einem klassischen Akku für Balkonkraftwerke hat das nur noch bedingt zu tun.
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Balkonkraftwerk-Speicher werden immer größer und leistungsfähiger, doch Anker macht mit der neuen Solarbank Max einen besonders großen Schritt – weg von Mini-PV-Maßstäben hin zum ausgewachsenen Photovoltaik-Speichersystem. Die am 3. September in Berlin vorgestellte Anker Solix Solarbank Max ergänzt das Line-Up des chinesischen Stromspeicher-Experten – bereits seit Juni diesen Jahres ist gleich groß dimensionierte Solarbank Max AC erhältlich (die sich aber an Kunden mit bereits vorhandener PV-Anlage richtet). Die nun im Rahmen der IFA 2026 enthüllte Solarbank Max will die vergleichsweise einfache Installation eines Steckerspeichers mit den Leistungsdaten einer größeren Photovoltaikanlage verbinden. Dafür integriert Anker Speicher, Hybrid-Wechselrichter und Energiemanagement in einem Gerät.
Bereits das wuchtige Grundgerät besitzt eine Speicherkapazität von 7 kWh. Bis zu fünf Erweiterungsakkus vom Typ BP7000 lassen sich ergänzen, wodurch die Gesamtkapazität auf maximal 42 kWh wächst. Zum Vergleich: Gängige Balkonkraftwerk-Speicher beginnen derzeit häufig bei etwa 2 bis 3 kWh. Die Solarbank Max zielt damit nicht auf den Stadtbalko, sondern auf Einfamilienhäuser mit hohem Stromverbrauch und ausreichend Platz für Solarmodule.
Ausgewachsener PV-Speicher: Bis zu 20 Solarmodule in drei Strings anschließen
Auf der Solarseite unterstützt die Solarbank Max eine Eingangsleistung von maximal 10.000 Watt Solarleistung. Die Module werden nicht wie bei Balkonkraftwerken einzeln oder parallel angeschlossen, sondern zu Strings in Reihe geschaltet. Drei unabhängige MPPT-Tracker ermöglichen es, Modulgruppen mit unterschiedlichen Ausrichtungen zu betreiben – beispielsweise auf Ost-, Süd- und Westdach.

Anker Solarbank Max AC
- Speicher mit 7 kWh und bis 10.000 Watt PV-Eingang
- erweiterbar bis 42 kWh Kapazität
- Verkaufsstart ab 22. Oktober
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Pro String sind laut Anker bis zu zehn Module möglich, insgesamt unterstützt das System aber „nur“ bis zu 20 Solarmodule. Dabei müssen die elektrischen Grenzwerte eingehalten werden: Die Betriebsspannung eines Strings darf zwischen 30 und 550 Volt liegen, die kumulierte Leerlaufspannung maximal 600 Volt betragen. Die Reihenschaltung reduziert den Verkabelungsaufwand, verlangt aber eine sorgfältige Planung. Eine ungünstige Verschattung kann zudem die Leistung des jeweils betroffenen Strings beeinträchtigen.

Die wichtigsten technischen Daten der Anker Solarbank Max:
- Speicherkapazität: 7 kWh, erweiterbar mit 5 Zusatz-Akkus auf bis zu 42 kWh
- PV-Eingangsleistung: maximal 10 kWp
- Solaranschlüsse: drei unabhängige MPPT-Tracker
- Batterietechnik: Lithium-Eisenphosphat-Akku mit bis zu 10.000 Ladezyklen
- Schutzklasse: IP66
- Abmessungen und Gewicht: 67 × 36 × 35 cm, 76,5 kg
Schuko, Wieland oder Festanschluss
Welche Leistung die Solarbank Max ins Hausnetz abgeben darf, hängt von der Anschlussart ab. Über den mitgelieferten Schuko-Stecker ist ein selbst installierter Betrieb mit maximal 800 Watt vorgesehen. In diesem Modus lässt sich das System ähnlich wie ein gewöhnliches Balkonkraftwerk anschließen. Ob man für ein System mit maximal 2.000 Wp Modulleistung einen so mächtigen Speicher braucht, muss letztlich jeder Endkunde selbst entscheiden.
Die deutlich höheren Leistungswerte erfordern dagegen eine Elektrofachkraft. An einem dafür vorgesehenen Stromkreis mit Wieland-Anschluss sind laut Anker bis zu 3.500 Watt möglich. Bei fester Verdrahtung am Hausverteiler steigt die maximale AC-Lade- und Entladeleistung auf 4.600 Watt. Das entspricht der in Deutschland zulässigen Obergrenze für eine einphasige Einspeisung.
Damit ergeben sich drei Betriebsvarianten:
- Schuko-Anschluss: bis 800 Watt, laut Anker zur Selbstinstallation geeignet
- Wieland-Anschluss: bis 3.500 Watt, Installation durch eine Elektrofachkraft
- Festanschluss: bis 4.600 Watt, ebenfalls nur durch eine Elektrofachkraft
Die von Anker genutzte Bezeichnung „Plug-in-Speicher“ darf also nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Solarbank Max nur im gedrosselten 800-Watt-Betrieb als einfaches Steckersystem genutzt werden kann. Wer ihre volle Leistung oder eine PV-Anlage mit bis zu 10 kWp ausschöpfen möchte, bewegt sich technisch und regulatorisch klar außerhalb eines klassischen Balkonkraftwerks.
Notstrom und smartes Energiemanagement bei der Anker Solarbank Max
Für Stromausfälle besitzt das Hauptgerät einen separaten Off-Grid-Anschluss mit bis zu 3.680 Watt. Daran direkt angeschlossene Verbraucher wie Kühlschrank, Router oder Beleuchtung sollen bei einem Netzausfall automatisch aus dem Akku weiterversorgt werden. Eine vollständige, dreiphasige Ersatzstromversorgung des Hauses bietet dieser Anschluss allein allerdings nicht.
Die Steuerung übernimmt Ankers Energiemanagementsystem – es wertet den aktuellen Haushaltsverbrauch aus und soll zusätzlich Wetterprognosen und Strompreise berücksichtigen. Dadurch kann der Speicher überschüssigen Solarstrom aufnehmen oder bei einem dynamischen Tarif gezielt günstigen Netzstrom laden. Für die smarte Regelung unterstützt das System den alten Anker Smart Meter sowie den Smart Meter Gen 2, und natürlich ist es mehr als sinnvoll, so ein System nur in Kombination mit einem Smart Meter zu nutzen.
Die Solarbank Max soll 2.499 Euro kosten. Im Vorverkauf bis 21. Oktober gewährt Kleines Kraftwerk einen Rabatt von 200 Euro angekündigt, außerdem wird der Smart Meter Gen 2 (im Wert von 99 Euro) gratis beiliegen.





