Mit der Solarbank 4 E5000 Pro bringt Anker einen neuen Balkonkraftwerk-Speicher, der verdammt nah an klassische PV-Heimspeicher heranrückt – inklusive 5 kWh Kapazität, 2.500 Watt Ausgangsleistung via Wieland-Stecker und bis zu zwölf anschließbaren Solarmodulen.
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Anker wagt mit der neuen Solarbank 4 E5000 Pro den nächsten großen Schritt – und übertrumpft die eigene Solarbank 3 Pro dabei in mehrerlei Hinsicht: Ausgangsleistung, Größe, Gewicht, Eingangsleistung, Zahl der Solarmodule, usw. Die Eckdaten klingen dabei weniger nach klassischem Mini-Speicher für zwei Module, sondern nach kompakter Heimspeicherlösung für Haushalte, die ihren Eigenverbrauch spürbar steigern wollen. Inklusive Überwindung der bekannten 800-Watt-Grenze. Aber der Reihe nach…
Wir von PV Insider waren live bei der Enthüllung dabei – Anker hatte die versammelte Presse nach Berlin eingeladen, um die neue Solarbank 4 Pro vorzustellen. Zeitgleich startete der bekannte Balkonkraftwerk-Shop Kleines Kraftwerk bereits eine lukrative Rabatt-Aktion für das neue Powerpaket. Wer sich dort registriert, der kann beim Kauf der Solarbank zum Launch kräftig sparen – weil er nur 1.499 Euro statt 1.999 Euro bezahlt.

Anker Solarbank 4 Pro
- Speicher mit 5 kWh und 5.000 Watt PV-Eingang
- erweiterbar bis 30 kWh, Smart Meter Gen 2 gratis
- Startpreis 1.499 Euro statt 1.999 Euro
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Bis zu 5.000 Watt PV-Eingang und 12 Solarmodule
Im Zentrum des Systems steht eine Basis-Speicherkapazität von 5 kWh. Das ist für einen Balkonkraftwerk-Akku bereits eine erstaunliche Größe und kommt Haushalten entgegen, die tagsüber viel Solarstrom erzeugen, ihn aber erst abends oder nachts verbrauchen. Das Solarbank-4-System lässt sich mit bis zu fünf Zusatzbatterien modular erweitern, diesmal auf bis zu 30 kWh. Über das Anker Power Dock sind sogar bis zu 120 kWh Gesamtkapazität möglich.

Technisch setzt die Solarbank 4 E5000 Pro auf LiFePO4-Zellen mit 314 Ah. Die angegebene Entladetiefe liegt diesmal laut Anker bei erstaunlichen 100 Prozent, die Lebensdauer gibt der chinesische Konzern sogar mit 10.000 Ladezyklen an.
Die Solarbank 4 Pro kann bis zu 5.000 Watt Solarleistung aufnehmen – dafür stehen vier MPPT-Eingänge à 1.250 Watt bereit. Vier bis zwölf Solarmodule lassen sich gleichzeitig anschließen.
Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:
- bis zu 5.000 Watt PV-Eingang
- 4 MPP-Tracker
- Unterstützt 4 bis 12 Solarmodule
- Lithium-Eisenphosphat-Zellen mit bis 100% Entladetiefe
- 10.000 Ladezyklen, ausgelegt auf 15 Jahre Dauerbetrieb
- unterstützt neues Anker Power OS
- 800 Watt On-Grid-Ausgang via Schuko
- 2.500 Watt On-Grid-Ausgang via Wieland
- bis zu 2.500 Watt Notstrom-Ausgang

800 Watt per Schuko, 2.500 Watt per Wieland
Beim folgenden Punkt, der maximalen Stromeinspeisung ins Heimnetz im Ongrid-Betrieb wagt sich Anker aus der Deckung: Natürlich gibt es einen klassischen Modus mit einer fixen Ausgangsleistung von maximal 800 Watt via Schuko-Stecker. Das entspricht bekanntlich dem typischen Rahmen für steckerfertige Balkonkraftwerke.
Spannender ist die Variante Plugin Power 2.0 über Wieland: Hier soll die Solarbank 4 E5000 Pro bis zu 2.500 Watt netzgekoppelt einspeisen können. Das schafft deutlich mehr Spielraum, um größere Verbraucher im Haushalt direkt mit Solarstrom zu versorgen. Jedoch braucht es dafür einen dedizierten Stromkreis inklusive Wieland-Steckdose – natürlich inklusive einer Installation selbiger durch eine Elektrofachkraft.

Zusätzlich ist ein integrierter Off-Grid-Ausgang mit ebenfalls 2.500 Watt vorgesehen – der ist gedacht, um größere Verbraucher direkt an den Speicher anzuschließen, auch wenn man sonst nur die normale 800-Watt-Schuko-Strategie fährt. Und natürlich kommen über diesen Stecker auch die bis zu 2.500 Watt im Notstrom-Modus. Anker verspricht im Blackout-Fall eine Umschaltung innerhalb von 10 Millisekunden.
Auch beim Laden hat sich etwas getan: Dank bidirektionalem Schnellladen mit bis zu 2.500 Watt soll eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent in rund zwei Stunden möglich sein. Das ist besonders dann relevant, wenn die Kiste mit günstigem Netzstrom vollgeballert werden soll – denn wie das Vorgängersystem unterstützt die Solarbank 4 natürlich auch das Aufladen aus dem Netz, am besten KI-automatisiert in Kombination einem dynamischen Stromtarif.
Wer sich per Bewegtbild ein besseres Bild der Solarbank 4 machen möchte, der kann dies auf dem Kanal vom Anbieter Kleines Kraftwerk tun:
Anker Power OS, neues Smart Meter, KI und Kompatibilität
Beim Energiemanagement setzt der Hersteller auf das hauseigene Anker Power OS – und die Kompatibilität mit über 870 Anbietern. Damit sind Stromtarife, Energiemanagement-Schnittstellen oder Smart-Meter-Lösungen gemeint. Und natürlich setzt Anker erneut auf künstliche Intelligenz – und verspricht ein noch schlaueres System, das mittels KI-Unterstützung für mehr Einsparpotenzial sorgt – unter Zuhilfenahme von Echtzeit-Strompreisen, Wetterdaten, Verbrauchsprognosen sowie einer smarten Analyse aller Stromflüsse im Hausnetz.

Das neue Smart Meter der zweiten Generation ist ein integraler Bestandteil des vernetzten Konzepts – denn nur wenn der Stromverbrauch in Echtzeit erfasst und smart geteilt wird, kann so ein Speichersystem schnell und zielgerichtet agieren. Im Rahmen der oben erwähnten Registrier-Phase bei Kleines Kraftwerk erhalten Kurzentschlossene das Smart Meter als Gratis-Dreingabe.
Bei der Kompatibilität in puncto Erweiterungsakku ist die Solarbank 4 E5000 Pro breit aufgestellt: Sie ist mit den alten BP1600- und BP2700-Akkupacks von Solarbank 2 bzw. 3 kompatibel. Umgekehrt soll der neue BP5000-Zusatzakku auch mit Solarbank 2 Pro, Solarbank 2 AC, Solarbank 2 Plus und Solarbank 3 Pro funktionieren. Das finden wir stark.

Einordnung: Balkonkraftwerk-Akku oder Heimspeicher?
Die Anker Solarbank 4 E5000 Pro wird zum Erscheinungstermin am 12. Juni das leistungsstärkste System im Segment der steckerfertigen PV-Speicher sein. Mit ganz klarem Fokus in Richtung modular erweiterbarer Heimspeicher für ausgewachsene PV-Anlagen.
Wer das Gerät unter den bekannten Vorgaben als Balkonkraftwerk betreiben möchte, der stößt so langsam an Grenzen. In Kombination mit vier leistungsstarken 500-Watt-Modulen mag die Kapazität von 5.000 Wh gerade noch Sinn ergeben, mit zwei Modulen lohnt sich so ein Kraftpaket aber nicht.
Die Variante Plugin Power 2.0 mit 2.500 Watt via Wieland hingegen ist spannend – und vielleicht gerade der richtige nächste Schritt für PV-Fans, die noch nicht auf eine große, deutlich teurere Solaranlage umsteigen können oder wollen.

Die Leistungsdaten der neuen Anker-Kiste sind beeindruckend, damit geht allerdings auch ein Gewicht von 50 Kilogramm für die Haupteinheit einher. Konnten die Vorgängermodelle noch von einer kräftigen Einzelperson bewegt werden, hat sich das nun erledigt. In puncto Aufstellort geht also Flexibilität verloren – ob man die braucht bei einem ausgewachsenen PV-Speichersystem steht natürlich auf einem anderen Blatt…
Gespannt sind wir auf die praktischen Eindrücke in der bald anstehenden Testphase – auf die versprochenen KI-Automatisierungen, die Usability des Anker Power OS und zum Beispiel die Netzlade-Funktion in gerade mal zwei Stunden.






