Die Anker Solarbank 2 Pro war ein großer Erfolg für den chinesischen Akku-Spezialisten. Das Nachfolgesystem Solarbank 3 E2700 Pro legt in vielen Punkten noch einen drauf. Für wen eignet sich der modernste Balkonkraftwerk-Speicher von Anker und welche Vorteile bringen die Funktionen wirklich?
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Balkonkraftwerke boomen, mehr als 1,2 Millionen Stück sind bereits registriert – und die Dunkelziffer ist sogar noch deutlich höher. Zuletzt lobte auch Umweltminister Schneider den Mitmach-Charakter der kleinen PV-Kraftwerke.
Doch machen wir uns nichts vor: Ohne Speicher verpufft ein nicht zu unterschätzender Teil des selbst erzeugten Stroms ungenutzt. Akkus, die auf die Bedürfnisse von Balkonkraftwerken zugeschnitten sind, versprechen da Abhilfe – wie das funktioniert, hat PV Insider umfangreich beleuchtet.
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Mit der Solix Solarbank 3 Pro gibt es einen weiteren Kraftprotz auf dem Markt: Der neueste Batteriespeicher von Anker kann (mit dem Zusatz–Gerät Power Dock) sogar auf enorme 64 kWh erweitert werden. Und natürlich kann das System Solarstrom zwischenspeichern und ihn bedarfsgerecht ins Hausnetz einspeisen. Wir haben uns die Solarbank 3 Pro genauer angeschaut und wollen zeigen, für wen sich die Investition lohnt.
Technische Eckdaten der Anker Solarbank 3 Pro
Die Solarbank 3 Pro kommt mit einer Speicherkapazität von 2,7 kWh um die Ecke, über bis zu fünf Zusatzbatterie kann dieser Wert auf bis zu 16 kWh vergrößert werden. Der integrierte Wechselrichter leistet maximal 800 Watt, was der aktuellen Einspeisegrenze für Balkonkraftwerke in Deutschland entspricht. Die Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LiFePO4) verspricht eine Lebensdauer von über 6.000 Ladezyklen – das sollte für 15 bis 20 Betriebsjahre reichen. Ebenfalls mit an Bord ist wieder eine Heizung, damit der Speicher auch im Winter tadellos im Außenbereich funktioniert.

Solarbank 3 Pro: die wichtigsten Features
- Intelligentes Energiemanagement: Die Solarbank 3 Pro erfasst, ein im Stromkasten installiertes Smart Meter vorausgesetzt, den Stromverbrauch im Haushalt sekundenschnell und speist dann ein, wenn tatsächlich Bedarf besteht. Per App lässt sich zudem ein Einspeiseplan individuell anpassen.
- Strombezug aus dem Netz: Die Solarbank 3 kann nicht nur mit Energie aus den PV-Modulen geladen werden, sondern auch mit Netzstrom. Und weil das System mit dynamischen Stromtarifen kompatibel ist, ist es möglich, den Speicher dann zu laden, wenn der Strompreis besonders niedrig ist.
- Modulares System Wer mehr Kapazität benötigt, kann nicht nur fünf Zusatz-Akkus anschließen – über das Anker Power Dock lassen sich sogar vier solcher Sechser-Blocks vernetzen. Das erlaubt eine PV-Speicherkapazität von bis zu 64 kWh. Selbstverständlich bewegen wir uns hier dann ganz klar im Bereich einer großen PV-Anlage. Speicher-Kapazitäten jenseits der 10 kWh sind für Balkonkraftwerke nämlich völlig überdimensioniert.
- Notstromfunktion: Natürlich liefert die Solarbank 3 Pro bei einem Stromausfall den dann dringend benötigten Strom. Und zwar mit bis zu 1.200 Watt; dafür hat sie eine Steckdose verbaut.
- Vier MPP-Tracker, viel Eingangsleistung: Dank vier MPPTs holt die Solarbank 3 (wie schon ihre Vorgängerin) mehr Leistung aus unterschiedlich ausgerichteten PV-Modulen heraus. Diesmal sind sogar bis zu 3.600 Wattpeak Solarleistung technisch drin. Allerdings geht so ein System dann nicht mehr als Balkonkraftwerk durch.

Vorteile der Anker Solarbank 3 Pro
- Höherer Eigenverbrauch: Deutlich mehr selbst erzeugter Strom wird tatsächlich genutzt statt gratis ins Netz eingespeist, und das im Optimalfall bei einer Smart-Meter-Nutzung sogar genau dann, wenn er gebraucht wird.
- Einfache Installation: Bleibt man bei maximal 2000 Wp Solarleistung, dann funktioniert es als Plug-and-Play-System ohne Elektriker. Auch die Anmeldung im Marktstammdatenregister als Balkonkraftwerk gehört natürlich dazu.
- Solide Verarbeitung: Wetterfestes Gehäuse für dauerhaften Außeneinsatz gemacht (IP65)
- Gewohnt gute App: Übersichtliche Darstellung von Erzeugung, Verbrauch und Speicherstand, verschiedene Strompläne einstellbar
- Langlebige Batterie: LiFePO4-Technologie mit langer Lebensdauer (6000 Ladezyklen) und hoher Sicherheit
Nachteile der Anker Solarbank 3 Pro
- Höherer Anschaffungspreis: Mit einem Preis von aktuell circa 900 Euro gehört das Anker-System zu den eher teuren Speichern für Balkonkraftwerke. Der Euro-Preis pro kWh liegt allerdings nicht weit über dem der Konkurrenz.
- Begrenzte Notstromleistung: 1.200 Watt reichen nicht für alle Verbraucher, die Solarbank 3 ist kein dezentral aufgebautes es System wie das EcoFlow Stream
- Nur begrenzt für Balkonkraftwerke geeignet: Wer mehr Solarleistung als 2.000 Wp anschließt, muss sein System wie eine große PV-Anlage vom Fachmann anmelden lassen. Zudem lohnen sich Speichergrößen jenseits von 5 kWh eigentlich kaum für Balkonkraftwerke.

Für wen lohnt sich die Anschaffung?
Die Solarbank 3 Pro ergibt vor allem für Haushalte Sinn, die einiges an Strom verbrauchen und das „normale“ Balkonkraftwerk schon durchgespielt haben. Wer ein XL-Balkonkraftwerk mit 2.000 Wp betreibt und auf ein intelligentes System mit Smart Meter und Nulleinspeisung setzt, der kann mit der Solarbank 3 Pro und maximal einem Zusatz-Akku happy werden. Durch die größere Einsparung bei den Stromkosten ist es realistisch, dass sich so eine Kombi in unter zehn Jahren amortisiert.
Besonders praktisch wird es dann, wenn man erweitern möchte – also vom kleinen Steckersolargerät auf eine echte PV-Anlage umsteigt. Dann können die Anker-Speicherblöcke weitergenutzt werden; das System lässt sich recht simpel auf bis zu 16 kWh erweitern. Das reicht vielen PV-Betreibern bereits und rechnet sich dann auch preislich. Wer noch größer denkt und eine maximale Autarkie anstrebt, dem stehen dank Power-Dock-Erweiterung viele Möglichkeiten offen; allerdings wird es dann auch deutlich teurer.





